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Grundinformation
In dem Pflegemodell nach M. Krohwinkel ( Modell der Fördernden Prozesspflege) sind die Fähigkeiten des pflegebedürftigen Menschen ein zentraler Begriff. Sie sollen erhalten oder wiedererlangt werden. Der Klient soll in seinen Fähigkeiten gestärkt werden. Die Ressourcen des Klienten sind die Grundlage der Pflege.

Das Pflegemodell bezieht sich auf die Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens (AEDL's).

Die 13 AEDL's werden in unserer Pflegeplanung berücksichtigt. Diese AEDL's bieten gewissermassen das Raster, auf dessen Hintergrund der Pflegeprozess geplant, gezielt und individuell differenziert ablaufen kann.

Die AEDL's greifen ineinander über und beeinflussen sich gegenseitig.
Es folgt eine Auflistung der AEDL's mit einer kurzen Beschreibung.

 

AEDL / Inhalt:

Mögliche Probleme im Bereich der AEDL:

Das Pflegepersonal fördert und unterstützt:

1. Kommunizieren
- Sprache
- Schrift
- Mimik
- Gestik
- Ausdruck von Gefühlen
- Wahrnehmungsvermögen in Bezug
  auf Hören, Sehen und Lesen
- Erkennen und Verstehen von
  verbaler und schriftlicher
  Information
- Fähigkeit, Wärme und Kälte sowie
  Schmerz zu empfinden und
  auszudrucken
- Bewusstseinslage
- Orientierung in Bezug auf Personen,
  Zeit und Raum
- Erinnerungsvermögen
- Konzentrationsvermögen

- Funktionsstörungen von Gedächtnis und
  Intellekt (Demenz)
- eingeschränktes Wahrnehmungsvermögen
  (Hören / Sehen)
- Schmerz (wahrnehmen / ausdrücken)
- Sprachstörung (krankheitsbedingt)
- Verständigungsprobleme (fremde
  Muttersprache)

 

die Kommunikation:
- in allen Bereichen der Kommunikation
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Maßnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Beratung
- Anleitung

2. Sich bewegen
- sitzen
- aufstehen/hinsetzen/hinlegen
- gehen
- stehen
- liegen
- Lagewechsel/Lagerung
- Gleichgewicht

- Lähmungen
- Spastiken
- Gleichgewichtsstörungen
- Risiko von Kontrakturen
- Risiko von Dekubitalgeschwüren

 

bei der Bewegung:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise
  oder ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung

3. Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten
- Atmung
- Kreislauf
- Temperaturregulation
- Transpiration

Atmung:
- Husten
- Verschleimung
- Atemstörungen (Cheyne-Stokes-Atmung als
  Beispiel)
- Atemstillstand

Kreislauf:
- Hypertonie/Hypotonie
- Tachykardie/Bradykardie
- Durchblutungsstörungen
- Herzrhythmusstörungen
- Herzstillstand

Temperatur:
- Fieber
- Transpiration (schwitzen/frieren)

die Atemfähigkeit, den Kreislauf sowie die Temperaturregulation:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / einsetzen / anwenden
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung
- Erste-Hilfe-Maßnahmen (Herz-Lungen-
  Wiederbelebung)

4. Sich pflegen
- Hautpflege
- Mundpflege
- Haarpflege
- Nagelpflege

- Schäden an Haut und Hautanhangsgebilden
  (Allergien, Mykosen, Ödeme, Parasiten als
  Beispiel)
- Schleimhautdefekte (Soor, Rhagaden als
  Beispiel)

das Wohlbefinden sowie intakte Haut und Schleimhaut und gesunde Hautanhangsgebilde:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / einsetzen / anwenden
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung

5. Essen und trinken
- Nahrungsaufnahme
- Flüssigkeitszufuhr
- Nahrungsform und Nahrungsmenge
- Vorlieben und Essgewohnheiten
- Nahrungszubereitung

- Zahnstatus
- Kauprobleme
- Schluckstörungen
- krankheitsbedingte Probleme (Diabetes mellitus
  als Beispiel)
- Unverträglichkeiten
- geistige Fähigkeiten (Demenz als Beispiel)
- Appetitstörungen
- Lagerung zum Essen und Trinken
- Religiös bedingte Nahrungseinstellung

bei der Nahrungsaufnahme und Flüssigkeitszufuhr:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung

6. Ausscheiden
- Blasenentleerung
- Darmentleerung

- Miktionsstörung
- Harnwegsinfekt
- transurethraler Blasenverweilkatheter /
  suprapubische Blasendrainage
- Obsitpation
- Diarrhoe
- Anus praeter
- Flüssigkeitsverluste durch Erbrechen / Schwitzen
- Menge
- Rhythmus

in allen Bereichen der Ausscheidung:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Dokumentation der Ausscheidungen
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung

7. Sich kleiden
- individuelle, saubere Kleidung
- gebrauchsfähige Kleidung
- Kleidung in der richtigen Größe-
  situations- / temperatur- 
  angemessene Kleidung
- sich an- und auskleiden

- fehlende Kleidung (Unterwäsche, Strümpfe,
  Schuhe als Beispiel)
- verschmutzte Kleidung
- fehlende Waschmöglichkeit
- defekte Kleidung
- Unvermögen sich selbständig an- und
  auszukleiden (Kontraktion, Koordinationsstörung
  usw.)

beim Kleiden:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung

8. Ruhen und schlafen
- Schlaf-Wach-Rhythmus
- Schlafdauer
- Schlafqualität
- Schlafklima
- Ruhe- und Erholungsbedürfnis

- Lärm / Ruhestörung
- Unruhe (psychisch / physisch)
- Aufregung am Tage
- Schlafstörungen
- Umwelt, wetterbedingte Störung
- Inkontinenz
- Lagerung (Bequemlichkeit)
- Abhängigkeit von Medikamenten

Ruhen und Schlafen:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung

9. Sich beschäftigen
- Mobilisation
- Tagesgestaltung (Rhythmus)
- Interessen wecken
- Hobby
- Aufgaben / Verantwortung
- selbstständige Aktivitäten
- Aktivitäten unter Einbezug Dritter
  (Angehörige, Ergotherapeuten,
  Physiotherapeuten)

- Krankheit (Depression)
- Antriebsschwäche
- körperliche Einschränkungen
- geistige Einschränkungen (Demenz)
- räumliche / finanzielle Einschränkungen
- mangelnde Mobilität
- mangelndes Interesse
- Isolation

Beschäftigungen:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung

10. Sich als Mann oder Frau fühlen
      und verhalten

- Kleidung
- Kosmetik
- Akzeptanz der Sexualität / Rolle
- Nähe / Distanz
- Schamgefühl
- Intimität
- Positives Lebensgefühl

- Einsamkeit / Fehlen des Partners,
  Bezugspersonen
- Hemmung
- Ignoranz der pflegenden Person
- Immobilität
- krankheitsbedingt (AP-Beutel, Dauerkatheter)
- Nähe/Distanz-Gefühl gestört

im Bereich sich als Mann / sich als Frau zu fühlen:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung

11. Für eine sichere und fördernde
      Umgebung sorgen

- sicheres bzw. gesichertes Umfeld
- Orientierungshilfen
- Hilfsmittel
- Beratung und Planung mit einer
  Vertrauensperson
- Bewegungsmöglichkeiten schaffen
- Anordnung von
  Einrichtungsgegenständen

- keine räumlichen Möglichkeiten
- keine finanziellen Möglichkeiten
- festgefahrene Gewohnheiten
- psychische Einschränkungen (Demenz als
  Beispiel)
- eigene Haushaltsführung nicht möglich

eine sichere Umgebung ermöglichen:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einteilen / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung

12. Soziale Bereiche des Lebens
      sichern

- Biografie beachten
- Mobilisation
- Verantwortung / private
  Verpflichtungen übertragen
- Angehörige in die Pflege mit
  einbeziehen
- soziales Umfeld (Angehörige,
  Freunde)
- Bezugsperson (Bezugspflege)
- angemessener Wohnraum
  (Intimsphäre wahren)
- Sicherheit bei Inkontinenz fördern
- Frühere berufliche Aktivitäten
  anerkennen

- unangemessener Wohnraum
- familiäre Kontakte
- finanzielle Möglichkeiten
- körperliche Einschränkungen
- festgesetzte Gewohnheiten / Rituale
- Ignoranz von
  Pflegepersonal / Angehörigen / Pflegekunden

soziale Bereiche des Lebens sicherstellen:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung

13. Mit existenziellen Erfahrungen
      des Lebens umgehen

Existenz gefährdende Erfahrungen
- Angst, Sorge, Trennung, Isolation
Existenz fördernde Erfahrungen
- Sicherheit, Unabhängigkeit
- Sensibilität der Bezugsperson
  (Feingefühl, Zeit, wenig Wechsel)
- Pflegekunden auffangen in allen
  Lebenskrisen
- soziales Umfeld sichern / schaffen
- Angehörigenintegration
- Sterbebegleitung
- Wohlbefinden und Lebensfreude

Erfahrungen, die die Existenz fördern oder gefährden
- Kultur, fotografisches Denken und
  Handeln
- Religion
- Kultur (transkulturelle Pflege)
- Finanzen / Pflege sichern
  (Krankenkasse, Pflegeversicherung,
  Sozialamt)

- Depressionen
- Angst
- Isolation
- eingeschränkte Mitteilungsfähigkeit
- Persönlichkeitsveränderungen im Alter
- Angehörige (Probleme innerhalb der Familie,
  fehlende Angehörige)
- Suchtgefahren (Alkohol, Medikamente)

beim Umgang mit existenziellen Erfahrungen des Lebens:
- Defizite / Probleme erkennen und adäquat
  reagieren und dokumentieren
- Unterstützung bei der Ausübung der AEDL
- Ressourcen nutzen
- notwendige Massnahmen einleiten / teilweise oder
  ganz übernehmen
- Hilfsmittel anbieten / anwenden / einsetzen
- Prophylaxen
- Beratung
- Anleitung